Starke Spiele mit einem Sieg und einer Niederlage

Dritten Tabellenplatz knapp verpasst

Mit dem TuS Aschen-Strang und dem VSK Osterholz-Scharmbeck hatte die SG Ofenerdiek/Ofen gleich zwei Mannschaften zu Gast, die gegen den Abstiegsrelegationsplatz spielen mussten. Die SGO wollte mit zwei Siegen und etwas Glück den dritten Tabellenplatz erreichen. Bei einem möglichen Verzicht des sicheren Vizemeisters VfL Lintorf wäre da vielleicht noch die Chance auf einen Relegationsplatz zur Oberliga möglich gewesen. Im ersten Spiel gegen den TuS Aschen-Strang machte das Team um den guten Kapitän Peer Stubbe seine Sache gut. Gegen Aschen-Strang hatte man in drei Jahren der Zugehörigkeit zur Verbandsliga noch nie gewonnen. Das sollte sich heute ändern und entsprechend motiviert legten die Oldenburger los.

Nach anfänglicher Nervosität gingen die Oldenburger mit 8:5 in Führung. Doch viele Aufschlagfehler in diesem Satz und Fehler im eigenen Angriff bauten das Aschener Team auf und führten zur zwischenzeitlichen 17:14 Führung der Mannschaft aus dem Dissener Kreis. Doch mit seinen Möglichkeiten zum diagonalen Doppelwechsel hatte Trainer Olaf Gloystein mal wieder einen echten Trumpf in der Hand. Ein- und Rückwechsel der Zuspieler und Diagonalangreifer brachten die SGO wieder auf 18:19 heran. Nun war der Knoten geplatzt, die Nervosität endgültig abgelegt und die Angriffe wieder intelligenter. In einem spannenden Endspurt gewannen die SG-Männer den Satz mit 25:23.

Dieser Satzverlust hatte die Aschener moralisch getroffen. Im zweiten Durchgang gingen die Ofenerdieker schnell mit 10:6 in Führung und bauten diese kontinuierlich aus. Beim Stand von 21:17 vollzog Gloystein wieder seinen Doppelwechsel, der dann den Satz zum 25:21 beendete. Souveräne Angriffe von Benjamin Büttelmann und Till Gramberg, starke Blockaktionen von Johnno Müller und Peer Stubbe und eine hervorragende Annahme um den sehr guten Libero Jan Hendrik Hübsch, bestehend aus Christian Flerlage und Benni Büttelmann, machten den Satz für den glänzend aufgelegten Zuspieler Thore Gloystein zu einer freudvollen Angelegenheit. Gloystein, einer der körperlich kleinsten Spieler auf dem Feld, verzeichnete mehrere direkte Blockpunkte. Auf der anderen Netzseite setzte Resignation ein.

Satz drei war nahezu eine Kopie des vorangegangen Durchgangs. Wiederum druckvolle Aufschläge, diesmal mit relativ wenig Fehlern, erschwerten Aschen den eigenen Angriffsaufbau. Auch die ansonsten starken und zuverlässigen Aschener Außenangreifer hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Immer wieder wurden ihre Bemühungen ein Opfer des Oldenburger Blocks oder gleich direkte Fehler. Eine 11:4 Führung der Oldenburger sprach da bereits für sich. Wieder waren es die Diagonalwechsel, die den SG-Männern in entscheidenden Phasen den nötigen Schub gab. Mit 25:19 errang die Spielgemeinschaft den ersten Sieg gegen Aschen-Strang und kam ihrem Ziel, den dritten Tabellenplatz etwas näher.

Das zweite Spiel des Tages fand gegen den VSK Osterholz-Scharmbeck statt. Auch Osterholz musste einen Sieg erlangen, um nicht in die Abstiegsrelegation zu müssen. In der Vergangenheit gebeutelt von vielen Verletzungen und Spielerabsagen, stand aber nun eine vollzählige und starke Osterholzer Mannschaft auf der anderen Netzseite. Und die spielte wie aus einem Guss. Die starken Angriffe über die Außenpositionen bekam der Oldenburger Block nicht unter Kontrolle. sehr druckvolle und platzierte Aufschläge führten zu direkten Punkten und erschwerten den Oldenburger Angriffsaufbau. Osterholz dominierte das Spiel nach Belieben und gewann den ersten Satz deutlich mit 25:16. Dieser Satz ging so schnell zu Ende, dass Trainer Gloystein nicht einmal sinnvoll seinen Doppelwechsel durchführen konnte. Doch so schnell wollte sich die SG nicht in das Schicksal fügen und stemmte sich nun dagegen. Über 12:6 und 18:14 strebten die Ofenerdieker nun ihrerseits den Satzgewinn an. Unterstützt durch eine überaus harte Linie des Schiedsrichters bei der Bewertung technischer Pritschfehler auf beiden Seiten, profitierten dieses Mal die Oldenburger und gewannen den Durchgang mit 25:20.

Doch bereits im dritten Satz war die Herrlichkeit wieder vorbei. Mit 25:13 zeigte die Mannschaft aus dem Bremer Umland, dass sie zu Recht in der Verbandsliga spielt und dort auch verbleiben wollten. Beide Mannschaften haderten nun mit der Kleinlichkeit und fehlenden Linie des Schiedsrichters. Leider die Oldenburger in diesem Satz mehr.

Im Folgesatz besannen sie sich aber wieder mehr auf ihre spielerischen Qualitäten. Zwar waren beide Teams durch den Schiedsrichter verunsichert, spielten aber einen überaus starken Satz. Wieder zogen auf Oldenburger Seite die Diagonalwechsel und überaus starke und erfolgreiche Abwehraktionen, besonders von den Zuspielern Niklas Schoppa und Thore Gloystein, rissen das Team mit. Mit 26:24 gewannen die SG-Männer einen sehr umkämpften Satz und gingen in den Tie-break.

Bei einer 8:2-Führung durch die SG schien alles auf Zeichen Sieg zu stehen. Aber die Bremmer Mannen kämpften sich heran und spielten unerschütterlich. Trotzdem die Oldenburger bis zum 12:8 führten, konnten sie am Ende den nahen Sieg nicht in der Hand behalten. Osterholz gewann den Satz mit 15:13 und damit das Spiel verdient mit 3:2.

„Schade, hätten wir dieses Spiel gewonnen, wäre wohl noch etwas in Richtung Platz drei gegangen,“ trauerte Trainer Olaf Gloystein den verlorenen Punkten noch etwas nach. „Aber wer weiß, ob der dritte Platz noch tatsächlich irgendwelche Hoffnungen bringt. Auf jeden Fall bin ich mit der Leistung meiner Jungs heute überwiegend zufrieden. Besonders habe ich mich heute über die tolle Leistung in Aufschlag, Angriff und Annahme von Christian Flerlage gefreut. Er hat sich heute super in das gesamte Spiel eingefügt und sich ein Sonderlob verdient!“

Zur Mannschaft gehörten:
Emre Babaoglu, Benjamin Büttelmann, Christian Flerlage, Thore Gloystein, Till Gramberg, Moritz Grotke, Jan Hendrik Hübsch, Johnno Müller, Niklas Schoppa, Jan Philipp Stubbe, Peer Stubbe.

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