1. Herren mit schlechtem Start aus der Winterpause

Trotz Niederlage immer noch Tabellenführer

Wieder war im ersten Spiel des Tages der Aufsteiger BC Cuxhaven Gegner der SGO. Die Männer von der Küste waren zum Auftaktspiel lediglich mit 6 Spielern angereist. Trotzdem war die SG vom Hinspiel gewarnt und sollte Cuxhaven eigentlich entsprechend ernst nehmen.

Zwar konnten sich die Oldenburger im ersten Durchgang mit 25:17 durchsetzen, doch war das Spiel für die Zuschauer nicht gerade sehr „ansehnlich“. Viele individuelle Fehler, teilweise Abstimmungsprobleme und eine offensichtlich nicht angebrachte Einstellung zum Spiel, trugen nicht gerade zur Genesung des gesundheitlich angeschlagenen Coachs Olaf Gloystein bei. Man sah beiden Teams an, dass es wenig Training in der Winterpause gab. Im zweiten Satz steigerte sich zumindest die SG etwas. Doch Mitte des zweiten Satzes gab es das erste Personalproblem: Mittelblocker Jan Philipp Stubbe verletzte sich am Knie und
„Mr. Zuverlässig“ Stefan Büttelmann übernahm – absolut erfolgreich – seinen Part. Trotz dieser Misere brachten die SG-Männer auch diesen Satz mit 25:17 unter Dach und Fach. Trotz ständigem Rückstand von bis zu vier Punkten, vermochten es die Oldenburger, rechtzeitig den Satz „zu drehen“ und einen Gewinn daraus zu machen. Dies war allerdings der individuellen Qualität und Leistung der Spieler auf dem Feld zu verdanken. Ein Synergieeffekt als Team war da nicht zu erkennen. Auch im dritten Durchgang haderten die
Oldenburger mit vielen Fehlern in allen Elementen. Lange Zeit konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, ehe Kapitän Johnno Müller und Zuspieler Thore Gloystein mit kleinen Aufschlagserien den Vorsprung einleiteten bzw. ausbauten. Über 15:9 und 21:19 beendete die 1. Herren diesen Satz mit 25:21 und fuhr damit einen wichtigen 3:0-Erfolg auf dem Weg zur Meisterschaft ein.

„Wichtig ist der Sieg, über die Art und Weise haben wir gesprochen, decken wir den Mantel des Schweigens darüber,“ waren sich Coach und Team ma Ende einig. Mit Osterholz-Scharmbeck stand als zweiter Gegner ein ganz anderes Kaliber auf der anderen Netzseite. Die Osterholzer brauchen noch jeden Punkt, um nicht in die Abstiegsrelegation zu rutschen. Mit den Erfahrungen aus dem ersten Spiel und diesen warnenden Worten des Trainers, musste nun eine weiter dezimierte SG-Mannschaft aufs Feld. Diagonalangreifer Malte Tyedmers stand seinem Team abspachegemäß nicht mehr zur Verfügung. Für ihn rutschte Finn Schütte auf die Diagonalposition. Weiterhin ohne Jan Philipp Stubbe (Knie), musste sich die Spielgemeinschaft gegen den vermeintlich stärkeren Gegner aufstellen. Leider funktionierte dies nicht so gut. Bis zum 9:9 konnten die
Oldenburger noch mithalten, dann zog die Osterholzer davon. Deutlich mit 25:18 ging dieser Satz in das Bremer Umland.

Im zweiten Satz brachte Gloystein Steffen Molde auf der Zuspielposition. Dieser Satz entwickelte sich zu einem Krimi. Sah es beim Stande von 15:9 nach einem weiteren deutlichen Erfolg der Osterholzer aus, vermochten es die Huntestädter nach einer Auszeit bei 19:23 für OHZ die Wende einzuleiten. Philipp Lenze und Steffen Molde führten mit ihren Aufschlägen die SG zum 24:24 heran. Letztendlich kämpften die Ofenerdieker wie die Löwen und fuhren mit den 31:29 den verdienten Lohn ein. Gerne hätte Trainer Gloystein das selbe Team auf das Feld gestellt. Doch nun war es Philipp Lenze, der wegen anderer Verpflichtungen absprachegemäß verabschiedete. Damit musste Steffen Molde wieder auf die Außenposition und die Zuspieler Niklas Schoppa und Thore Gloystein teilten sich die Aufgabe des Zuspiels. Leider konnte die weiterhin geschrumpfte Mannschaft mit dieser neuen Aufstellung gegen starke Osterholzer nicht sofort auf diesem guten Niveau weiterspielen. Hinzu kam, dass Mitte des Satzes durch einen Balltreffer die Brille von Benjamin Büttelmann zerstört wurde. Ohne Brille aber nun mit viel Wut im Bauch, spielte Büttelmann weiter. Kontinuierlich führten die Bremer in diesem Satz und besiegelten mit 25:21 den Satzerfolg und den Punktverlust für den Spitzenreiter. In Durchgang vier war der Ärger bei Büttelmann noch nicht verraucht. Trotz eingeschränkter Optik avancierte er zum stärksten SG-Akteur. Wieder lagen die Ofenerdieker am Ende des Satzes mit 19:23 zurück, wieder nahm Gloystein seine Auszeit und diesmal
brachten Johnno Müller und Niklas Schoppa die Mannschaft mit ihren Aufschlägen zum 24:24 Ausgleich heran. Wieder gewann die SGO diesen Satz, doch diesmal war bei 27:25 Schluss. Nun wollte der
abellenführer auch den noch möglichen zweiten Punkt und konnte bis zum 7:8 auch ganz gut mithalten. Doch dann spielte OHZ seine Routine und Cleverness aus und beendete das Spiel mit einem 15:7 Satzgewinn.

Damit schrumpfte der Vorsprung der SGO auf Verfolger OTB II von vier auf drei Punkte. „Über das erste Spiel liegt der „Mantel des Schweigens“, das zweite Spiel war aber ein gutes Verbandsligaspiel, in dem
ir besonders im zweiten vierten Satz super gekämpft und tolles Moral gezeigt haben. Drei Personalverluste zu kompensieren und dann das Ärgernis mit Benni’s Brille insgesamt wegzustecken, das war schon ordentlich. Schade, dass die Spielreihenfolge nicht umgekehrt war, schade, dass wir auch gegen OHZ noch viele individuelle Fehler gemacht haben. Unter diesen Gesichtspunkten wäre die Niederlage unnötig gewesen, aber unter den tatsächlichen Umständen, haben wir uns gut verkauft und einen wichtigen Punkt gerettet.“

Gegen die BC Cuxhaven und Osterholz-Scharmbeck waren dabei:

Benjamin Büttelmann, Stefan Büttelmann, Thore Gloystein, Philipp Lenze, Steffen Molde,
Johnno Müller, Niklas Schoppa, Finn Schütte, Jan Philipp Stubbe, Malte Tyedmers, Joachim
Weinle

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